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Ich fahr so gerne Lift! ODER Herr Jakobs schließt ab!
Was lange währt wird....Ja, wie eigentlich? Sicher nicht immer gut! So hat die neugestaltete Uferpromenade "Alte Fahrt" an der Langen Brücke, unweit des neuen Landtags, zwei Seiten. Wird die eigentliche neue Promenade unter dem Otto-Braun-Platz wohl bald zahlreiche Flaneure finden die diese Umgebung entspannt genießen können, werden viele alte, kranke und behinderte Menschen so einfach nicht ihre Freude am neuen Ufer finden. Für sie heißt es zunächst; wie komm ich dort hin??!!! Der dafür vogesehene neue Aufzug ist verschlossen! Um ihn öffnen und benutzen zu können bedarf es eines besonderen Schlüsses; des Euro-Schlüssels. Den muss man bestellen (Potsdams OB Jakobs: "Wo? In Darmstadt?!!") und hoffen, ihn zu bekommen, denn es gibt Bedingungen.....
Der Oberbürgermeister und der Chef der kommunalen Immobilienholding Pro Potsdam, Horst Müller-Zinsius, sind da sehr entspannt; sie haben den Schlüssel. Den vor dem Aufzug wartenden Rollstuhlfahrer ignorierend (Müller-Zinsius: "der kann ihn - den Schlüssel - dort - in Darmstadt - bestellen, why not??!!") unternahmen die beiden "Herren über den Schlüssel" die erste Fahrt mit dem Aufzug.....

NEIN!

DAS ERGEBNIS!
Der Aufzug ist da, aber er kann nur mit einem Spezialschlüssel benutzt werden!!!

Diesen hat der Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs. Wer diesen Schlüssel nicht hat, der kann auch nicht mit dem Aufzug fahren, so sehr er/sie auch behindert oder am Treppensteigen gehindert ist!
So einfach ist das! So einfach ist auch der Erwerb des 20,00 Euro teuren sog. "Euro WC-Schlüssels"
für den behinderten Menschen
. Aussage des Chefs des kommunalen Immobilienservice PRO POTSDAM, Müller-Zinsius:
"Der kann ihn in Darmstadt bestellen, why not?!"

So einfach ist das??!!! Nein, so einfach machen die (Verantwortlichen!) sich das!!!

Jann Jakobs schließt ab und FERTIG!

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ENDLICH! - ENDLICH! - ENDLICH! - ENDLICH!- ENDLICH!

Der Aufzug ist ab sofort - Mittwoch, 12. 07. 2016, für alle alten, kranken und behinderten Menschen und für Eltern mit Kinderwagen von 06:00 Uhr morgens bis 23:00 abends frei - ohne Schlüssel - benutzbar!!!


PotsdamFernsehen.de freut sich für alle Menschen die auf diese - selbstverständliche!!! - Hilfe angewiesen sind.


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Diesen Umweg sollten - nach Meinung der Potsdamer Stadtverwaltung - alte, kranke und behinderte Menschen gehen, um an das neue Ufer der Havel zu gelangen!

(Sehen Sie oben, erste Reihe; Umweg zum Ufer 1, Umweg zum Ufer 2)
Junge, gesunde und nicht behinderte Menschen nehmen dafür mal eben 12 Stufen....
(Der Entwurf für den neuen Uferzugang weiter unten.)

Umweg
Nach bekanntwerden dieses Ausschlusses der o. g. Gruppen aus inklusiver, barrierefreier Teilhabe an diesem neu gestalteten Ort, war PotsdamFernsehen.de das einzige Potsdamer Medium, das sich dieses Themas umgehend angenommen hat. Wir starteten eine massive Kampagne gegen diese Entscheidung, produzierten Dokumentationen (s. o.), stellten Öffentlichkeit her, suchten und fanden Unterstützung von und Kontakt zu Politik, Institutionen, Behinderten- und Seniorenvertretungen, Kirchen und Verbänden. Wochenlang schickten wir hunderte Mails an die genannten Kontakte und hatten schließlich Erfolg:
Stadtverwaltungschef, Oberbürgermeister Jann Jakobs ordnete an:
"Der Zugang zum neuen Ufer 'Alte Fahrt' wird barrierefrei!"


DIE LÖSUNG:

Die Stadtverwaltung Potsdam ("Es ist keine Hilfe für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen vorgesehen.") hat nun nach Monaten entschieden: "Die betroffenen Menschen müssen keinen Umweg gehen. Es wird - mit einer technischen Lösung - Barrierefreiheit für alle Menschen direkt an der neuen Freitreppe geben!" Die Konstruktion wird der Hilfe entsprechen, die an der nahe gelegenen Nikolaikirche gebaut ist. PotsdamFernsehen.de freut sich für alle Menschen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind.

Aufzug

D E R  L A N G E  W E G  B I S  Z U R  G E F U N D E N E N  L Ö S U N G:
Rampenlos

OBEN: So sollte es werden: Entwurf Freitreppe ohne Rampe 
UNTEN: So hätte es werden können: Entwurf Freitreppe mit Rampe

Mit Rampe
"Barrierefreiheit verfolgt das Ziel, dass Produkte und Umgebungen für alle Menschen in der allgemein üblichen Weise ohne besondere Erschwernis
und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind."
Aus den europäischen Prinzipien des: "Design for all"

Potsdam bekommt ein neues - altes - Entree.
2018 soll das Karree am neuen Stadtschloss und der Alten Fahrt nach historischem Vorbild
mit dem Palast Barberini fertiggestellt sein.

Auch die Uferpromenade an der Langen Bücke wird neu gestaltet.
15 Vorschläge für den Landschaftsbau musste eine Jury bewerten und schließlich den Sieger küren.
Der kommt aus Berlin und heisst "sinai gesellschaft von Landschaftsarchitekten".

Ein  Entwurf OHNE RAMPE über den Potsdams Bau-Beigeordneter Matthias Klipp sagt:
„Der Entwurf mit seiner großen Freitreppe, der Gestaltung der Promenade und dem Gartenplatz integriert am besten die Räumlichkeit der Uferlandschaft in Potsdam. Es wird ein neuer Stadtraum geschaffen, der höchsten Ansprüchen genügt und vielen Anforderungen an den öffentlichen Stadtraum gerecht wird.“

Klipp an anderer Stelle:
"Für die geplante große Freitreppe ist keine Rampe für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen vorgesehen...."


Was aber fragen wir uns?

Wie wäre es MIT einer RAMPE für Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollatoren und Eltern mit Kinderwagen?

Die ersten vier Bilder - von uns gedanklich ergänzt - vom Siegerentwurf ohne Rampe.

Die dann folgenden Bilder - ebenfalls von uns gedanklich ergänzt - mit Rampe, vom Büro
"betcke jarosch landschaftsarchitektur GmbH berlin"

ZUR NEUGESTALTUNG DER UFERPROMENADE ALTE FAHRT/OTTO-BRAUN-PLATZ, POTSDAM:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,

am Montag, 7. Juli 2014, wurde von der Potsdamer Stadtverwaltung mit der Pressemeldung 430 der Gewinner
“....des Realisierungswettbewerbes zur Neugestaltung der Uferpromenade an der Alten Fahrt....” bekanntgegeben.
Gewinner ist “sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH Berlin”. Potsdams Baubeigeordneter Matthias Klipp kommentierte:
„Der Entwurf mit seiner großen Freitreppe, der Gestaltung der Promenade und dem Gartenplatz integriert am besten die Räumlichkeit der Uferlandschaft in Potsdam....”
Herr Klipp hebt hier also die Integration der Räumlichkeit der Uferlandschaft in Potsdam hervor.
Die Integration aller Menschen (PotsdamerInnen und Gäste der Stadt) in die Erlebbarkeit der Räumlichkeit an dieser Stelle erwähnt Herr Klipp nicht. Konnte er nicht, denn diese ist nicht gegeben. Keine gleichwertige Erlebbarkeit für Menschen mit Behinderung, Menschen die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, Menschen die aus Alters- oder anderen Gründen auf einen Rollator angewiesen sind, ja nicht einmal für Familien mit Kinderwagen.
Mit dem Gewinner-Entwurf ist es den genannten Personengruppen ohne fremde Hilfe nicht möglich auf direktem Weg (Treppe!) das Ufer zu erreichen. ES FEHLT EINE RAMPE für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen!
Diese war in der Ausschreibung nicht einmal gefordert.
Der Behindertenbeauftragte der Stadt Potsdam, Christoph Richter zu www.PotsdamFernsehen.de :
“Ich wunderte mich, Barrierefreiheit war gar nicht gefordert.”
Ein Gesprächspartner des Gewinners “sinai”, Peter Hausdorf, bestätigte uns dann auch auf unsere Frage nach der Integration der behinderten und der alten Menschen:
“Wichtig war uns die Gestaltung des Platzes....und von Oben auf das Ufer und das Wasser zu gucken ist ja fast noch schöner als direkt am Ufer zu stehen.”
Wir suchten das Gespräch mit der Vorsitzenden der Jury die den “sinai”-Betrag zum Sieger kürte. Frau Prof. Cordula Loidl-Reisch machte sich in unserem Gespräch mehr Sorgen um die alte Kastanie oberhalb der Treppe als um behinderte Menschen und verwies auf die Möglichkeit doch “den Aufzug der Gastronomie im Haus “Otto-Braun-Platz 1 zu nutzen".
Wir fragten den Mieter der Räume in denen der die Gastronomie “L´Osteria” betreiben wird. Silvio Beiler: “Davon weiß ich nichts, das ist mit mir nicht abgesprochen.”
Es überrascht nicht, wenn der Sprecher einer Potsdamer Selbsthilfegruppe, der im Rathaus zum Thema gehört wurde, gegenüber PotsdamFernsehen.de resigniert. Bernd Putz: “Ich fühlte mich nicht ernst genommen!”
INTERESSANT:
Unter den eingereichten 15 Entwürfen gibt es einen Vorschlag, dem die Integration aller Menschen, behinderte und nicht-behinderte, junge und alte Menschen, Mütter und Väter, Rollstühlen, Rollatoren und Kinderwagen mit “Leichtigkeit” gelingt: Der Entwurf des Büros “betcke jarosch Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin.”
Der Vorschlag: Eine Treppe mit Durchfahrt, für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen.
Dieser Vorschlag wurde von der Jury bewertet und verworfen. Begründung: “Stufen mit Risiken....”
Auf Nachfrage von PotsdamFernsehen.de beim Büro Betcke/Jarosch bestätigte der verantwortliche Thomas Jarosch:
“Selbstverständlich würden mögliche Gefahrenstellen beseitigt und erforderliche Sicherheitshinweise (auch für sehbehinderte und blinde Menschen) berücksichtigt. Dies würde gemeinsam mit Verantwortlichen und Betroffenen gelöst.
Bei diesem Entwurf können alle BesucherInnen dieser Räumlichkeit den direkten Weg über bzw. durch die Treppe
auf die Uferpromenade nehmen. Ohne Umwege!
Bei dem Gewinnerentwurf sind die Betroffenen auf Hilfe angewiesen (Runter- und Hochtragen!), müssen eine ca. 350 Meter langen Weg um den Gebäudekomplex herumgehen (und wieder zurück!) oder die Straße an der Langen Brücke (8% Steigerung!) überqueren, am Mercur-Hotel einen Aufzug nehmen um schließlich unter der Langen zurück zum Ufer am Otto-Braun-Platz zu gelangen.
Wir denken, dass bei der Neugestaltung dieser Räumlichkeit Potsdams das letzte Wort noch nicht gesprochen sein darf.
Es geht hier um die Wahrung der Interessen zahlreicher Bürgerinnen und Bürger sowie Besucherinnen und Besucher der Stadt Potsdam.
Es geht um die vollständige Integration aller Menschen auch an dieser Räumlichkeit Potsdams. Ohne Ausnahme.

Wolf-Dieter Herrmann

"GUT" ZU LESEN!  Potsdamer Neueste Nachrichten www.pnn.de

Potsdams Baudezernent Matthias Klipp (Grüne) bestätigt also zur Neugestaltung der Uferpromenade ,Alte Fahrt' in Potsdam:
"Für die geplante große Freitreppe ist keine Rampe für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen vorgesehen...."

Stadtsprecher Jan Brunzlow verweist auf zwei Zugänge zur Uferpromenade, die barrierefrei seien. Er verschweigt dabei, dass im Vergleich zur Nutzung der Treppe zum Platz am Ufer - normal keine 10 Sekunden - Behinderte über die  gemeinten Zugänge
u. U. mehr als 10 Min. Zeit benötigen.

Besonders interessant ist der Hinweis des Stadtsprechers, dass es im Wettbewerb auch um Barrierefreiheit gegangen sei. Brunzlow:
"Der entstehende Freiraum soll nach den Prinzipien des ,Design for all' entwickelt werden. Das bedeutet, dass die Umwelt allen Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen Nutzung und Teilhabe ermöglicht, auch Menschen mit Behinderung."

Was Brunzlow vergisst - oder bewusst verschweigt - ist die nähere Beschreibung dieser Idee des ,Design for all':

"Barrierefreiheit verfolgt das Ziel, dass Produkte und Umgebungen für alle Menschen in der allgemein üblichen Weise ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind."

Mehr bei: ,EDAD - Design für alle - Deutschland e. V.' : www.design-fuer-alle.de
und/oder bei:  ,EIDD - DESIGN FOR ALL EUROPE': www.dfaeurope.eu

Brunzlow stellt schließlich fest:
"Die Maßgabe des ,Design for all' hat eins von 15 Architektur-Büros tatsächlich in einen barrierefreien Zugang umgesetzt - dabei war eine Durchfahrt für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer vorgesehen. Dieser Entwurf ist aber seitens der Wettbewerbs-Jury nicht als das beste Vorhaben angesehen worden."

Das klingt wie: Zuerst das ,DESIGN'! - Das "FOR ALL" vergessen wir einfach.
Das Motto der Potsdamer Stadtverwaltung und IHRER Jury??!!!

Darum noch einmal die Idee des ,Design for all':
"Barrierefreiheit verfolgt das Ziel, dass Produkte und Umgebungen für alle Menschen in der allgemein üblichen Weise ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind."

Wissen SIE, Herr Oberbürgermeister, welche Erschwernis es für viele behinderte Menschen bedeutet, mit Rollstuhl oder Rollator über die Breite Straße - zum Aufzug am Mercur - über den Lustgarten - weiter unter der Breiten Straße hindurch - zum Uferweg - unter der Freitreppe - zu kommen?!! Welche Hilfe viele Behinderte dabei benötigen?!!

Wissen SIE, Herr Oberbürgermeister, welche Erschwernis es bedeutet, alternativ um den gesamten Gebäudekomplex zum Blücherplatz - an das Ende der Brauerstraße - und schließlich zum unteren Teil der Freitreppe - an das Ufer zu gelangen?!!
Welche Hilfe viele Behinderte dabei benötigen, Herr Oberbürgermeister? Wissen SIE es?

Wenn nicht, fragen SIE Behinderte!!!

Wolf-Dieter Herrmann


Ohne Rampe

Der Siegerentwurf mit Freitreppe, ohne Rampe!
Ohne Rampe mit Treffpunkt

Der Siegerentwurf mit einem Treffpunkt (Rot) unterhalb der großen Freitreppe auf der Promenade am Wasser.

Eins mit Rollstuhl

Um zum Treffpunkt auf der Promenade am Ufer zu gelangen,
muss der Rollstuhlfahrer eine Strecke von 500 Meter !!!!! zurücklegen!

Ohne Rampe mit Rollstuhl
Unten stellt sich die Frage; wie komme ich wieder hoch?
Wieder einige hundert Meter zurücklegen!
sinai
Keine Hilfe für alte, kranke und behinderte Menschen und Eltern mit Kinderwagen!
Mit Rampe

Dieser Entwurf - Mit Rampe - schaffte es nicht unter die ersten Drei!
Mit Rampe mit Treffpunkt

Auch dieser Entwurf mit einem Treffpunkt!
Zwei mit Rollstuhl

Kurzer Weg zum Treffpunt - mit Rampe!
Mit Rampe und Rolli

Und so einfach geht es wieder hoch;
Mit Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen.

Eine Treppe mit Durchfahrt!!!

Hilfe für alte, kranke und behinderte Menschen und Eltern mit Kinderwagen:
Die Rampen-Durchfahrt!




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